Im DieselHouse entdeckt man eine Sonderausstellung über Selandia. Selandia war das erste dieselmotorbetriebene Schiff, das für Fahrten auf den Ozeanen genehmigt wurde.

Das Schiff wurde durch eine Zusammenarbeit zwischen B&W und ØK gebaut, die den Dieselmotor als einen effektiven Nachfolger für die Dampfmaschine betrachteten. Der Dieselmotor war viel effektiver als Vortriebsmotor, weil er einen besseren Wirkungsgrad hatte, weniger Platz für Treibstoff erforderte und zu einer größeren Reduktion der Mannschaft im Maschinenraum führte. Selandia wurde in der B&W Werft auf Refshaleøen gebaut und durchführte eine erfolgreiche Probefahrt auf dem vereisten Öresund im Februar 1912. Das Schiff wurde am 17. Februar an ØK geliefert und kam nach folglich am 22. Februar 1912 auf seiner ersten Jungfernfahrt, mit Bangkok als Enddestination. Das Schiff hatte 900 Tonnen Öl in den Behältern am Boden – damit gab es ausreichend Treibstoff für die Hin- und Rückfahrt, als es damals nicht möglich war in Bangkok zu tanken.

Das Schiff erweckte große Aufmerksamkeit über die ganze Welt und gab ØK und B&W, im Vergleich zu den Konkurrenten, einen kommerziellen und technologischen Vorsprung. Selandia war der Anfang zum Ausstieg von der Dampfmaschine als Maschinerie für den Schiffsbetrieb und die Grundlage für den heutigen Erfolg des Dieselmotors.